„Overlanding Nomad“ im Offroad Wohnanhänger

Ich stand schon länger vor dem Problem gerne und viel reisen zu wollen und gleichzeitig ein Haus mit Atelier für Malerei und Bildhauerei zu besitzen. Beides kostet Geld welches bei mir nur in begrenztem Rahmen zur Verfügung steht. Bisher reiste ich mit meiner Hündin „Tilda“ in einem Fiat Doblo mit Dachzelt. Trotz verstärktem Fahrwerk erfüllte es nicht die Anforderungen die ich an ein Overlanding Vehicle stelle. Zwischenzeitlich kam noch ein Strandfindling „Flocke“ dazu. Seither reise ich in Begleitung zweier Hündinnen.

 
2018 reifte bei mir auf einer mehrmonatigen Reise durch einige europäische Länder der Entschluss das Haus zu verkaufen, meinen Hausstand auf das nötigste zu reduzieren und alles andere zu verkaufen, zu verschenken und zu spenden. (Was für eine Challenge das umzusetzen)
Am 15. August 2019 übergab ich die Schlüssel zu meinem Haus an die neuen Eigentümer und war ab da Vollzeit „Overlanding Nomad“.
Ich hatte mich intensiv informiert, mir viele Fahrzeugkonzepte angeschaut, wusste welche Anforderungen erfüllt sein sollten und entschied mich dann für einen Toyota Hilux Revo Bj.:2016 Doublecab und einen Crawler TRC 428 Offroad Wohnanhänger. Der Hilux bekam ein Aluhardtop von der Fa.: Excab massgeschneidert, einen Schwerlastauszug und ein gebraucht gekauftes Doppelschubladensystem von Alucab. Somit fungiert er als der Packesel der alles an Equipment was mir wichtig ist für ein möglichst autarkes Reisen, aufnimmt.
Der Crawler bietet mir, bei sehr kompakten Aussenmaßen und einem geringen Gewicht, genug Wohn-und Schlafraum für mich und die beiden Hunde. Die Außenküche ist vollwertig, und ermöglicht mir meiner Passion des Kochens nachzugehen. Eine 180° Markise schützt auch recht gut vor Regen. Zudem verfügt der Crawler über eine Aussendusche und eine Standheizung.
Terminlich war alles super geplant und abgestimmt, so dass ich nach kurzer Übergangszeit in mein neues rollendes Zuhause einziehen konnte.
Inzwischen bin ich mehr als 40.000 km mit diesem Setup durch 15 europäische Länder gereist und habe die Wahl noch nicht bereut. Mir gefällt die Agilität und Flexibilität dieser Kombination.
Ich habe meinem Gespann den Namen „Neophilus“ gegeben.
Weitere Fotos findet ihr auf meinem Reiseblog:
 
Allen Reisenden wünsche ich Gesundheit, Reisefieber und alles Beste!